Wiltrud Kroth

 

Wiltrud Kroth (1912-1988) gehörte zu den ersten Schüler*innen von Cornelis Veening. Sie begegnete ihm in München während ihrer Gymnastikausbildung in der Schule Kallmeyer-Lauterbach. Später folgte sie ihm nach Berlin, wo sie bis 1945 regelmäßig seine Kurse besuchte und die Einzelarbeit kennenlernte. Außer bei Veening lernte sie bei Margarethe Mhe, Miriam Goldberg und Gustav Richard Heyer.

Wiltrud Kroth verstand sich als Psychosomatische Atem-, Stimm- und Bewegungstherapeutin. Die geistige Grundlage ihrer Arbeit war aufs engste verbunden mit den Werken des Arztes und Psychotherapeuten G. R. Heyer (Der Organismus der Seele u.a.) und des Schweizer Kulturphilosophen Jean Gebser (Ursprung und Gegenwart) über die verschiedenen Bewusstseinsebenen. Sie integrierte deren Ansätze in ihrer therapeutischen Atemarbeit.

Wiltrud Kroth führte über viele Jahre eine erfolgreiche atemtherapeutische Praxis in Köln und gab regelmäßige Kurse in ihrem Haus in Andernach. Die letzten Lebensjahre wohnte sie in Plön. Hier unterrichtete sie als AFA anerkannte Atemtherapie - Ausbilderin und gab Einzelstunden. Wiltrud Kroth arbeitete „präzise“. Ihre anleitenden Worte trafen ins Mark des empfindenden Bewusstseins. Suggestive Einflüsse lehnte sie ab. Sie lehrte uns, Tiefen und Höhen mit geerdeten Füßen zu durchwandern.

Text: Margot Aßmann, Barbara Siemers-Köhler

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

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